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  • Nach dem äußerst erfolgreichen Auftakt im vergangen Jahr, war es für die Institutsleiterin von studium plus, Dr. Ina Ulrike Paul, gar keine Frage, 2012 wieder mit ihren Studierenden an dem Projekt „Balu und Du'' teilzunehmen.

    Auch in diesem Jahr zeigten die hohen Anmeldezahlen erneut wie gut das Projekt an der Universität der Bundeswehr München ankommt: Mehr als 50 Studierende wollten sich ehrenamtlich bei der Betreuung von Grundschulkindern engagieren. Und das, obwohl diese Aufgabe sehr zeitintensiv ist und großen persönlichen Einsatz verlangt.

    Am 18. Januar war es dann soweit: Beim Begrüßungsabend in der Aula der Grundschule in Neuperlach durften sich die Grundschulkinder (Moglis) ihre Betreuer (Balu's) aussuchen.

    Ein Jahr mit Grundschulkindern lernen

    Bei "Balu und Du" handelt es sich um ein Projekt servicebasierten Lernens, das im Studienjahr 2010 in ein Projekt für studium plus verwandelt wurde. Ein Jahr lang, einen Nachmittag pro Woche, engagieren sich die Studierenden für ihr Grundschulkind. Sie gehen mit ihm zu Sport, machen gemeinsame Ausflüge, lernen, lesen und spielen miteinander. Dabei sollen die Kinder - neben Familie und Schule - eine weitere Chance erhalten, sich ihren positiven Anlagen gemäß zu entwickeln, Selbstvertrauen zu gewinnen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

    Andreas Theodorff, der Projektleiter von Seiten studium plus zeigt sich begeistert von der Bereitschaft der Studierenden: „Ich bewundere wirklich deren soziales Engagement, dass sie nicht sagen, ich nehme den kleinsten oder den leichtesten Weg, sondern ich engagiere mich. Dass finde ich ganz toll.'' Student John Liebau freut sich auf das kommende Jahr mit seinem Mogli: „Die Kinder einmal in diesem Alter zu begleiten, ist schon etwas besonderes, mit ihnen Sachen zu machen, die sie sonst nicht im Alltag machen, wo die Eltern vielleicht auch keine Zeit dafür haben. Ich denke, dass passt sehr gut in mein Studium hinein und ich hoffe, das wird eine sehr interessante Zeit.''

    Wie sehr das Projekt auch bei den Eltern ankommt, macht Andrea König deutlich, die bereits zum zweiten Mal mit einem ihrer Söhne bei „Balu und Du'' dabei ist: „Ich muss sagen, am Anfang war ich skeptisch, ich wusste ja nicht, was auf uns zu kommt, inzwischen bin ich ganz begeistert von der Sache, der Balu ist ein wirklicher Freund von unserem Sohn, die haben tolle Sachen miteinander gemacht und haben sich langsam kennengelernt, so dass sie jetzt wirklich dicke Freunde geworden sind.''

    Balu und Du - bundesweit erfolgreich, in Bayern einmalig!

    Die Initiative „Balu und Du'' existiert bereits in verschiedenen deutschen Städten, wird aber in Bayern nur von der Universität der Bundeswehr München in Kooperation mit dem Familienzentrum Trudering durchgeführt. Mit seiner enormen Teilnehmerzahl war das Projekt im Jahr 2011 das größte und erfolgreichste bundesweit. Förderer und Finanzierer des Projektstandorts München sind die Castringius Kinder- und Jugend-Stiftung, die Stadt München / Referat für Gesundheit und Umwelt sowie weitere Stiftungen.

    Weitere Informationen zum Projekt "Balu und Du"

    Weitere Informationen zum Kooperationspartner "Familienzentrum Trudering"

    Weitere Informationen zu studium plus

     

    :
    Die Bären sind los. Start des 2. Projektjahres von "Balu und Du"
  • Zahlreiche Gäste in Zivil und Uniform folgten in diesem Jahr dem Ruf von Militär- und Hochschulpfarrer Dr. Jochen Folz zum Neujahrsempfang der evangelischen und katholischen Militärseelsorge an der Universität der Bundeswehr München. „Wenn die Kirche ruft, dann kommen sie alle'', stellte die Präsidentin Frau Prof. Merith Niehuss in ihrem Grußwort fest. So gaben sich unter anderem der Regierungspräsident der Regierung von Oberbayern Christoph Hillenbrand, Landrätin Johanna Rumschöttel sowie die Bürgermeister der Gemeinden Neubiberg und Ottobrunn die Ehre. Sicherlich hatte aber auch der angesehene Gastredner seinen Anteil an der großen Beteiligung am Neujahrsempfang.

    Atemloses Jahr 2011

    Alois Glück verglich zu Beginn seiner Rede das Jahr 2011 mit dem spannungsreichen Jahr 1989. Er erklärte, die Ereignisfülle des vergangenen Jahres erinnere ihn an das Jahr des Mauerfalls und die Überführung der DDR in die soziale Marktwirtschaft. Genau wie damals habe man vor wichtigen Aufgaben gestanden, ohne dabei auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können. Als einschlägige Beispiele für 2011 nannte er den veränderten Anspruch der Bürger auf politische Teilhabe, aber auch die Querelen um die Euro-Rettung.

    Wichtige Grundsatzentscheidungen

    Für das neue Jahr erwartet Glück weitere richtungweisende Grundsatzentscheidungen. Diese seien schon aufgrund der europäischen Schuldenkrise notwendig und würden daher in jedem Fall früher oder später auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen. Er warnte zugleich davor, diese Reformdebatte nur auf ökonomische Gesichtspunkte zu reduzieren. Vielmehr müssten akute Probleme ganzheitlich diskutiert und die Frage gestellt werden, ob es nicht überfällig sei, tiefgreifende Veränderungen einzuleiten.

    Langfristiges Wirtschaften, mehr Lebensqualität - das sind für Alois Glück die Grundlagen einer zukunftsfähigen Gesellschaft. „Was ist uns etwas wert?'' fragte er provozierend in den Raum und deutete an, Wohlstand und Konsum seien für die Menschen heute mehr Bedrohung denn erstrebenswerte Ziele. Deutschland fehle es insgesamt an einer umfassenden Verständigung über gemeinsame Grundwerte.

    Im Mittelpunkt steht das Menschenbild

    In einer erfolgreichen Gesellschaft stehe, so Glück, die Würde des Menschen und damit das Menschenbild im Mittelpunkt. Eliten müssten wieder vermehrt Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Zwar sei der Sozialstaat ein kluger und wichtiger Stabilitätsanker, niemals könne dieser aber menschliche Nähe ersetzen. Sein Gesellschaftsideal erweitert deshalb den Begriff der Leistungselite um den der Verantwortungselite und beansprucht eine neue Balance zwischen Rechten und Pflichten.

    „Es ist Zeit zu diskutieren, was uns wirklich glücklich macht'', schloss Glück seinen Vortrag und ließ damit ein nachdenkliches Publikum zurück, das ihm durch ausgiebigen Applaus seinen Respekt zollte.

    Bildergalerie zum Neujahrsempfang

    Zur Seite der Militärseelsorge der Universität der Bundeswehr München

    :
    Mehr Verantwortung für Mitmenschen übernehmen


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