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Awareness
Im Kontext von Zusammenarbeit zwischen Personen und deren Unterstützung in CSCW, mit GroupWare oder SocialSoftware versteht man unter Awareness das- Gewahrsein über die Aktivitäten (und den Status) der Personen, mit denen man zusammenarbeitet
At a very early stage in the course of CSCW, it became evident that categories such as ‘conversation’ or ‘workflow’ were quite insufficient for characterizing and understanding the ways in which cooperative work is coordinated and integrated. It quickly became obvious that cooperating actors somehow, while doing their individual bits, take heed of the context of their joint effort. More specifically, the early harvest of ethnographic field studies in CSCW (e.g., Harper et al., 1989b; Harper et al., 1989a; Heath and Luff, 1991) indicated that cooperating actors align and integrate their activities with those of their colleagues in a seemingly ‘seamless’ manner, that is, without interrupting each other, for instance by asking, suggesting, requesting, ordering, reminding, etc. others of this or that. As a placeholder for these elusive practices of taking heed of what is going on in the setting which seem to play a key role in cooperative work, the term ‘awareness’ was soon adopted. Not surprisingly then, the concept of ‘awareness’ has come to play a central role in CSCW, and from the very beginning CSCW researchers have been exploring how computer-based technologies might facilitate some kind of ‘awareness’ among and between cooperating actors.
Definitionen / Charakterisierungen
Dourish und Bellotti (1992, S. 107): „an understanding of the activities of others, which provides a context for your own activity” Gutwin und Greenberg (1995, S. 88f): “up-to-the-minute knowledge of other people’s activities that is required for an individual to coordinate and complete their part of a group task”. Gutwin et al. (1996) unterscheiden vier grundlegende Arten von Awareness-Informationen, welche prinzipiell benötigt werden können:- Informelle Awareness: Informationen über die Präsenz, Aktionen und Absichten anderer Benutzerinnen und Benutzer sowie die Erreichbarkeit anderer Personen im realen und im elektronischen Raum
- Soziale Awareness: Informationen über die Interessen, Aufmerksamkeit und den emotionalen Zustand anderer Benutzerinnen und Benutzer, welche in persönlichen Gesprächen typischerweise über Augenkontakte, Gesichtsausdruck und Körpersprache wahrgenommen werden.
- Awareness über die Gruppenstruktur: Informationen über die Gruppe sowie ihre Mitglie-der und deren Rollen, Verantwortlichkeiten, Stati und Positionen.
- Awareness über den Arbeitsbereich (workspace awareness): Informationen über die Interaktion der anderen Benutzerinnen und Benutzer mit dem gemeinsamen Arbeitsbereich und den enthaltenen Artefakten wie beispielsweise über die Anwesenheit und Identität von anderen im gemeinsamen Arbeitsbereich, deren Aktionen, deren Absichten, usw.
Workspace Awareness (Awareness über den (gemeinsamen) Arbeitsbereich)
Gutwin und Greenberg (1996) zählen die folgenden Elemente von Awareness über den ge-meinsamen Arbeitsbereich auf:- Präsenz (Informationen über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer)
- Ort (Informationen über die Stellen, an denen gearbeitet wird)
- Aktivitätsniveau (Informationen über die Intensität der Bearbeitung)
- Aktionen (Informationen über aktuelle Handlungen)
- Absichten (Informationen über künftige Handlungen und Aufenthaltsorte)
- Veränderungen (Informationen über Modifikationen)
- Objekte (Informationen über modifizierte Artefakte)
- Reichweiten (Informationen über die Sichtbarkeitsbereiche der anderen Benutzerinnen und Benutzer)
- Möglichkeiten (Informationen über potentielle Aktionen anderer)
- Einflussbereich (Informationen über den Wirkungsbereich anderer) sowie
- Erwartungen (Informationen über Ideen und künftige Aktionen anderer).
Verarbeitung von Awareness-Information
Die meisten Awareness unterstützenden Anwendungen sind prinzipiell aus Sensoren, einem zentralen Server und Indikatoren aufgebaut .
Die Awareness-Information wird von Sensoren in einer oder mehreren Anwendungen erfasst. Die Aktionen der Benutzerinnen und Benutzer lösen dann Ereignisse aus, welche zu einem Server geschickt werden.
Die Hauptaufgabe des Ereignis-Servers ist es, die Ereignisinformationen den Indikator-Anwendungen zur Verfügung zu stellen, welche die Informationen den interessierten Benutzerinnen und Benutzern präsentieren. Dies kann nach dem Push- oder Pull-Prinzip erfolgen. Das Push-Prinzip funktioniert oft so, dass der Ereignis-Server einen Abonnement-Dienst anbietet, bei dem Clients ein Interesse an Ereignissen anmelden können. Beim Pull-Prinzip fordert der interessierte Client in bestimmten Zeitabständen neue Ereignisse vom Server an. Neben der Verteilung von Ereignisinformationen sind Ereignis-Server oft auch für die Speicherung und Verwaltung von Ereignisinformationen sowie für die Aggregation und Anreicherung zuständig.
Die Indikatoren präsentieren interessierten Benutzern die Informationen über Ereignisse von den anderen Benutzerinnen und Benutzern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Präsentation – von modalen Dialogen auf dem Desktop bis hin zur Verfügbarmachung von Signalen auf alternativen Kommunikationskanälen. Insbesondere im Abschnitt zu peripherer Awareness gehen wir näher auf die Präsentationsmöglichkeiten ein.
Awareness Services
- NESSIE (GMD/FhG-FIT)
- TOWER
- Elvin
- Siena
- sens-ation
- YANCEES: Yet ANother Configurable Extensible Event Service
- http://awareness.ics.uci.edu/~rsilvafi/yancees/
- Interessanter Architektur-Ansatz, der sich auf vorhandene Dienste (wie Elvin oder allgemein MOMs stützen kann)
- Gnip
Awareness Sensoren und Indikatoren
Awareness Protokolle
Projekte
siehe AwarenessBus| I | Attachment | Action | Size | Date | Who | Comment |
|---|---|---|---|---|---|---|
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awareness-architektur.png | manage | 18.7 K | 01 Feb 2008 - 09:28 | UnknownUser |

