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Groupware

Unter Groupware versteht man allgemein die technischen Systeme, die zur Unterstützung der im Forschungsbereich Computer-Supported Cooperative Work (CSCW) betrachteten sozialen Interaktion zwischen Benutzern entiwckelt worden sind, wobei die Interaktion räumlich oder zeitlich verteilte sein kann.

Definition

Der Begriff Groupware wurde von Johnson-Lenz (1982, S. 47) mit folgender Bedeutung geprägt: "computer-based system plus the social group processes".

Eine zentrale Definition für den Begriff "Groupware" stammt von Ellis, Gibbs und Rein. Danach sind Groupware "computer-based systems that support groups of people engaged in a common task (or goal) and that provide an interface to a shared environment" (Ellis et al. 1991). Groupware umfasst also alle Software, Hardware bzw. Services zur Unterstützung von Gruppen, in denen die Mitglieder zusammenarbeiten um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Bezüglich der Charakteristika von Groupware (dem Unterschied zu anderer Software) stellen z.B. Lynch et al. (1990, S. 160) fest: "groupware is distinguished from normal software by the basic assumption it makes: groupware makes the user aware that he is part of a group, while most other software seeks to hide and protect users from each other." (siehe auch Topic zu Awareness)

Wenn in der Fachpresse über Groupware geschrieben wird, dann liest man dort häufig Formulierungen wie "Drei große Systeme dominieren heute den Groupware-Markt: Microsofts Exchange, IBMs Lotus Domino und Novells Groupwise" (iX 4/2007, S.50). Dazu werden dann gerne noch Open-Source-Lösungen wie Scalix oder Kolab erwähnt. Unter Groupware versteht man also Systeme mit den folgenden Eigenschaften:

  • Client-/Server-Infrastruktur (d.h. Rich-Clients) über das Messaging Application Programming Interface (MAPI)-Protokoll kann ein Rich-Client Programm seine Daten (Termine, Kontakte, Aufgaben und E-Mails) zentral auf einem (MAPI-)Server verwalten.
  • E-Mail-Funktionalität (IMAP-Mailboxen, Mailinglisten)
  • Kalender-Funktionalität (inkl. Gruppenkalendern und Koordinierungsfähigkeiten)
  • Adressbuch-Funktionalität (inkl. gemeinsamen Adressbüchern)
  • Aufgabenlisten-Funktionalität (inkl. gemeinsamen Aufgabenlisten)

Eine aktuelle Definition zu dieser eingeschränkten Sicht (aus "Neu gruppiert - Collaboration-Lösungen für KMU", Christian Böttger and Andre von Raison, iX Magazin für professionelle Informationstechnik Mai 2008): "Eine Groupware ist ein E-Mail- und Kommunikationssystem, das folgende grundlegende Inhalte bereitstellt: Adressen und Kontakte, Aufgaben, E-Mail, gemeinsame Folder, Kalender sowie Notizen."

Entsprechend der am Anfang aufgeführten Definition versteht man unter Groupware alle Arten von rechnergestützten Werkzeugen, die Gruppen, welche an gemeinsamen Aufgaben arbeiten, darin unterstützen zusammenzuarbeiten. Also vor allem auch Systeme, die in der Fachpresse unter dem Begriff "Collaboration-Support" zusammengefasst werden. Ursprünglich mögen das vielleicht "nur" E-Mail und Gruppenkalender gewesen sein. Heute ist das Spektrum aber um einiges breiter. Beginnend mit Gruppeneditoren und Teamräumen bis hin zu Instant Messaging und Wikis umfasst der Begriff ein ganzes Spektrum von Funktionalität.

Literatur

Eine gute Übersicht über das Thema Groupware (aus der eingeschränkten Praxissicht) und zu aktuell verfügbarer Software bietet Linux Magazin - Technical Review 05 - Groupware

Beispiele

Beispiele zu aktueller Groupware fassen wir zusammen mit Beispielen zu aktueller Social Software unter dem Topic CSCW Software zusammen.

Autoren dieser Seite: MichaelKoch StefanGohlke TWikiGuest